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Monday, September 15. 2008
Morgens, halb neun in Deutschland... Posted by vivec
in Bike-Content at
09:27
Comments (15) Trackbacks (0) Morgens, halb neun in Deutschland...
... erste Nahtoderfahrung des Tages: Ich bin damit beschäftigt, auf der rechten Spur (innerorts, so don't panic) an einem schwarzen Mercedes vorbeizufahren, der in einer riesigen Autoschlange auf der völlig überfüllten linken Spur dahinschneckt, als das Genie plötzlich auf die Idee kommt, es möchte rechts fahren. Guckt er? Blinkt er? Ne. Ich wunder mich nur, was da plötzlich gegen mein Bein stubst. Zum Glück war ich rechtzeitig auf der Hupe... Ich hatte mich schon auf die dicke BMW gefreut, die ich mir von dem ganzen Geld kaufen wollte*, denn zwei Wagen vor mir fuhr die Polizei, und es wäre interessant geworden zu erklären, warum er mich nicht gesehen hat, wenn meine Maschine auf seinem Kotflügel aufgespießt ist.
Und da wundert ihr euch, ihr widerwärtigen Autofahrer, dass wir Motorradfahrer immer an den Ampeln an euch vorbeifahren? Ich kann euch sagen, woran das liegt! Ihr fahrt, als wärt ihr allein auf der Straße, wenn ihr irgendetwas tut, guckt ihr nicht, ihr blinkt nicht, ihr rechnet nicht damit, dass ein Motorrad oder ein Roller oder eine Vespa oder ein Mofa oder ein Fahrrad oder ein Fußgänger oder sonstwas auf der Straße sein kann, und dann fahrt ihr es über den Haufen und den Rest eures Lebens klebt Blut an euren Händen! Könnt ihr wirklich damit leben, durch eure verdammte Unachtsamkeit, die der gesamten Spezies zu eigen ist, pro Jahr hunderte von Bikern umzubringen, von denen 90% wahrscheinlich nicht einmal die Verkehrsregeln so großzügig auslegen, wie ihr es ständig tut, in der Angst, beim Überholen oder beim Spurwechsel von euch blinden Vollidioten über den Haufen gekachelt zu werden? Verdammt noch mal, macht die Augen auf! Dazu habt ihr sie! Ich will hier in den Kommentaren nichts über randalierende Motorradfahrer lesen, die mit 80 Sachen durch 30-Zonen fahren und die waghalsigsten Überholmanöver fabrizieren. Denn der Grund dafür ist: Jedes Auto, das hinter mir ist, kann mich nicht mehr umbringen. kkthxbb. Ihr Arschlöcher**. *Das ist natürlich gelogen. Ich liebe meine kleine Honda, es gibt kein netteres und fast kein hübscheres Modell auf den Straßen. **Wer kein Arschlochautofahrer ist, ist von diesem Beitrag explizit ausgenommen Friday, June 20. 2008Mimimi...
... keiner kauft die neue Aprilia!
Ist ja auch kein Wunder... das ding ist hässlich, klumpig, und hat eine Automatikschaltung! Gesinnung: Rechtschaffen Gehässig Wednesday, March 12. 2008Ich kontrolliere das Wetter!
Jeden Tag fahre ich fast mit dem Motorrad. Ob ich es dann tue, hängt von meiner allgemeinen Verfassung und der Außentemperatur ab. Wenn ich es tue, regnet es garantiert später am Tag. Meistens genau dann, wenn ich auf dem Rückweg bin. Wenn ich es nicht tue, scheint die Sonne. Bisher hundertprozentig.
Wer gibt mir Geld, damit an einem bestimmten Tag bestimmtes Wetter ist? Gesinnung: Rechtschaffen Göttlich Monday, July 16. 2007
Fahrt zur Arbeit Posted by vivec
in Bike-Content, haben die gesoffen? at
12:18
Comments (0) Trackbacks (0) Fahrt zur Arbeit
Heute Morgen habe ich versucht, um 7 aufzustehen. Das hat nicht funktioniert, aber irgendwann gegen 9 hat Illidan, der davon genervt war, dass der Wecker ständig klingelte, mir so lange in die Nase gebissen, bis ich aufgestanden bin. Habe ich nicht kluge Katzen?
Nachdem ich meine fünf Sinne einigermaßen sortiert hatte, habe ich mich dann auf den Weg zur Arbeit gemacht. Trotz strahlenden Sonnenscheins hab ich meine Jacke angezogen, die Handschuhe auch und mich dann aufs Bike geschwungen. Ich kam genau bis zur Stresemannstraße/Max-Brauer-Kreuzung, dann hatte ich den ersten Stau. Alles war irgendwie voller LKWs, und als ich mich dann erfolgreich durch den Stau geschlängelt hatte (ich gebe zu, dass ich so etwas tue - wenn ich nämlich zwischen den Autos stehenbleibe, hat niemand etwas gewonnen, es dauert dann nur um die Zeit länger, die ich brauche, um meinem Vorfahrer beim Anfahren zuzugucken und ihn anschließend über die Ampel zu tragen), sah ich auch die Ursache: Auf der rechten Spur parkte in der Strese-Dreißigzone ein Lastwagen. Wär ich doch mal abgebogen... Aber der Stau war noch nicht vorbei, nein! Denn an der Kreuzung Strese/Feldstraße war aus irgendeinem Grund eine Spur gesperrt. Viele Männer mit orangen Westen waren damit beschäftigt, die lustigen Gummihütchen aufzustellen, und ein weiterer Lastwagen parkte neben etwas, was entfernt an einen Explosionskrater erinnerte (so wie bei "Krieg der Welten" oder wie der Film heißt, wie die Aliens aus der Erde brechen... so sah das da aus). Wieder eine Spur weniger, wieder ein Stau mehr. Zu allem Überfluss unternahm just an dieser Stelle noch ein Hippie in einem mit Blümchen lackierten VW-Bus einen Mordanschlag auf mich, dem ich allerdings gekonnt auswich (Hütchen umfahren kann ich) und für den ich mich mit der Hupe bedankte. Der Typ wirkte nicht so, als sei er ganz da. Aber es wurde noch schlimmer - ich fuhr jetzt nämlich die Bismarckallee entlang zur Arbeit, und am Hafen hatten sie die Abzweigung zum Wasser gesperrt (wieder mit Hütchen), um irgendwelche Straßenmarkierungen zu erneuern! Ich meine - das ist doch wirklich surreal. In Hamburg gibt es so viele Stellen, wo man die Fahrbahnmarkierungen nicht mal mehr erkennen kann, und ausgerechnet am Rödingsmarkt, wo nun wirklich alles in bester Ordnung ist, müssen die da nachpinseln?? Hat da auch mal jemand mitgedacht? Der Stau war entsprechend, denn die Abbiegerspur war auch dicht, was den Verkehr medienwirksam lahmlegte. Zum Glück benötigt man zum Abbiegen nicht unbedingt eine Abbiegerspur, und die Hütchen, die die Straße sperrten, bauten sie gerade ab, als ich mich endlich der Ampel nähern konnte. Ich habe also für die Fahrt zur Arbeit, die bei zähflüssigem Verkehr normalerweise zwanzig Minuten dauert, eine geschlagene Dreiviertelstunde gebraucht, und warum? Nur, weil irgendwelche Idioten der Meinung sind, sie müssten irgendwelche Spuren blockieren, und weil irgendwelche anderen Idioten vom Reißverschlussverfahren völlig überfordert sind. Warum wird sowas eigentlich nicht während der Fahrschulzeit geübt? Gesinnung: Chaotisch Frustriert Friday, July 6. 2007
Grundfahraufgaben: Langer Slalom Posted by vivec
in Bike-Content at
10:50
Comments (0) Trackbacks (0) Grundfahraufgaben: Langer Slalom
Gestern bin ich nach Lübeck gefahren, über die B75. Ich bin gegen 1800 los und war gegen 2000 da, weil ich mich noch durch Feierabendverkehr kämpfen musste. Schön über die Autobahn, mit Tempo 140... naja, ehrlich gesagt macht Tempo 140 mit der Maschine nicht so wirklich Spaß, vor allem, weil sie keine Scheibe hat. Schneller wird sie allerdings nicht, so lange sie noch gedrosselt ist, da müsste ich schieben, und wirklich entspannt ist das schon bei 100, 110 nicht mehr.
Jedenfalls habe ich herausgefunden, wozu die Grundfahraufgabe Langer Slalom dient: Um auf Auswärtsstraßen an unbeweglichen Hindernissen (wie zum Beispiel Autos) vorbeizufahren. Mal ehrlich - die Hamburger Ausfallstraßen sind eine tolle Sache. Sie sind über weite Strecken zweispurig, und es ist 60 angeschrieben, sodass man in Hamburg natürlich 70 fährt. Mit "man" meine ich große Teile der Eingeborenen (außer: Muttis in Vans, weißen Kleinwagen und Rentnern), meine Mutter und ich (Oldesloer Kennzeichen). Genannte Teilgruppen fahren dort nämlich nicht 70. Sie fahren auch nicht 60. Manchmal fahren sie 50, das ist dann schnell. Diese Verkehrsteilnehmer sind analog zu den Hütchen, die beim Langen Slalom umkurvt werden wollen. Gesinnung: Chaotisch Schnell Thursday, June 28. 2007
Spurkonflikte, die erste Posted by vivec
in Bike-Content, haben die gesoffen? at
11:26
Comments (4) Trackbacks (0) Spurkonflikte, die erste
Vorgestern habe ich mich tatsächlich das erste Mal im Straßenverkehr auf die Nase gelegt. Es hatte geregnet, die Straße war nass und glitschig, und an einer Ampel drängelte sich der Motorradfahrer vor mir souverän durch die Fahrzeugschlangen. Ich war dahinter, etwas schneller als Schrittempo, als der Autofahrer schräg neben mir plötzlich der Meinung war, er müsste ohne zu blinken und ohne sich umzugucken plötzlich wild auf der Straße herummäandrieren. Er wollte offensichtlich die Haltelinie überfahren, sonst hätte er nämlich nirgendwo hingekonnt, aber warum und wie genau habe ich bis jetzt nicht verstanden.
Eigentlich wäre alles gar kein Problem gewesen, wäre es nicht nass gewesen. Das blaue Auto ging auf Kollisionskurs, ich in die Eisen, und weil es klitschnass war, blockierte das Vorderrad und rutschte weg. Zwar habe ich es noch geschafft, erstens an dem Deppen vorbeizurutschen, zweitens das blockierende Bike zu stabilisieren und drittens sogar näherungsweise in die richtige Richtung zu rutschen, ohne dabei weitere Kollateralschäden auszulösen, aber beim Versuch, das Motorrad dann völlig zum Stehen zu bringen (vor allem, weil dieses Auto da immer noch Amok fuhr), blockierten die Bremsen wieder und ich lag auf der Nase. Mir ist nichts passiert, dem Motorrad auch nicht, es ist auf das Lenkergewicht geknallt (das war ab) und auf den Scheinwerfer (der war verbogen), aber das war nichts, was sich nicht reparieren ließ. Zwischen dem Tank und dem Boden war mein Bein, weshalb der auch keine Dellen davongetragen hat, mein Knie ist zwar etwas abgeschürft und grün und blau, aber sonst ist alles gut, nicht mal die Hose war kaputt. Ich muss dazu sagen, ich habe auch falsch reagiert, denn anstatt ein zweites Mal zu bremsen, hätte ich einfach die rote Ampel überfahren sollen, dann hätte ich mich auch nicht auf die Nase gelegt. Aber was ich daran eigentlich am witzigsten fand, war der Lynchmob, der sich sofort um den Autofahrer bildete, der andere Motorradfahrer sowie einige Fußgänger wiesen ihn mit plastischen Worten auf sein Fehlverhalten hin, mein Bike und ich wurden schnell wieder hingestellt und von hinten hupte die ganze Schlange wütend. Was lässt sich daraus ziehen? Eigentlich nichts, abgesehen von dem Wissen, im Zweifel lieber eine rote Ampel zu überfahren als bei Regen eine Gefahrenbremsung hinzulegen. Und ein Appell an alle Autofahrer: Wenn ihr schon nicht blinkt, dann guckt wenigstens, wo ihr hinfahrt. In euren toten Winkel im Spiegel (so ihr den denn benutzt) passt auf beiden Seiten ein Motorradfahrer, und wenn ihr den rammt, ist der möglicherweise tot und ihr würdet euch vermutlich schlecht fühlen. Gesinnung: Chaotisch Lebendig |
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