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Thursday, April 12. 2007
Neue Erkenntnisse über AD(H)S Posted by vivec
in ADS, Reading the news at
16:32
Comments (0) Trackbacks (0) Neue Erkenntnisse über AD(H)S
... lese ich gerade bei der Welt: Untersuchungen mit Betroffenen (ich weigere mich, von einer "Erkrankung" zu sprechen) haben ergeben, dass drei Gene am ADS beteiligt sind. So haben Personen, die dort eine bestimmte Genvariante tragen, eine höhere Wahrscheinlichkeit, entsprechende Symptome an den Tag zu legen.
Die drei Gene werden dabei mit dem Dopamintransport bzw. der Erzeugung des Dopamins in Verbindung gebracht. Gesinnung: Chaotisch Aufmerksamkeitsdefizitär Friday, March 30. 2007Fluoxetin, Wirkungen und Gründe
Vielleicht sollte ich das Blog in Tablettenjunkieblog umbenennen, analog zum medienjunkie... Der letzte Eintrag hat offenbar für Verwirrung gesorgt, danke für die netten Kommentare.
Also - nachdem ich wegen Stress im privaten Bereich endgültig ins Depressionsloch gerutscht bin, habe ich mir von meinem Arzt ein Antidepressivum geben lassen. Das habe ich vor ein paar Jahren schon mal genommen, meine letzte Phase war mit ungefähr 14. Die Medikamente haben mich damals extrem stabilisiert und mir durch die absoluten Tiefen der Pubertät als sozial nicht akzeptiertes Prügelobjekt geholfen. Dieses Mal ging es ähnlich gut. Nach genau einer Woche griffen die Tabletten. Ich hörte auf, den ganzen Tag zu weinen, meine Panikattacken beim Anblick von Menschen reduzierten sich zunächst und verschwanden dann völlig. Seit Montag bin ich richtiggehend optimistisch, am Mittwoch war ich sogar richtiggehend euphorisch - die Sonne schien, ich hatte einen schönen Tag und alles war gut. Vor ungefähr einem Jahr war ich auch schon bei meiner Hausärztin (der, die mir gestern "einfach so" die Tabletten gegeben hat) in Behandlung und habe von ihr ein Johanniskraut-Präparat bekommen, das auch ein bisschen stabilisiert hat. Damals war ich aber nicht so schwer depressiv wie heute, sondern "nur" müde und deprimiert. Von daher wusste die Frau um meine Problematik und hat mir das Medikament spontan verschreiben können. Es ist natürlich tragisch, dass ich jetzt jeden Tag Tabletten futtern muss. Außer Ritalin (ohne das ich nicht hochkomme) kommt jetzt auch noch das Antidepressivum dazu, und eigentlich muss ich auch noch Magnesium futtern (nur vorher noch kaufen). Natürlich machen die Medikamente nicht abhängig. Wenn man sie absetzt, dann ist die Situation nur wieder so wie vorher. Sie sind das Fallnetz vor dem Abgrund aus Müdigkeit und Depression, und ich wäre schön blöd, das Netz zu entfernen. Es geht mir wirklich gut damit, ich vertrage die Medikamente bisher bestens, ohne Nebenwirkungen. Natürlich gibt es Leute, die davon ausgehen, dass jede Depression eine psychische Ursache hat. Hatte meine ursprünglich auch. Ich bin jahrelang gemobbt worden, von irgendwelchen Psychopathen, aber weil sie es alle taten, ging ich davon aus, dass sie Recht hatten. Heute weiß ich es besser, heute werde ich auch nicht mehr gemobbt, das Problem habe ich in den Griff bekommen. Die Depression ist geblieben. Ab einer gewissen "Erkrankungs"dauer werden Depressionen chronisch. Ähnlich wie ADS ist die Depression eine Neurotransmitterstörung, den Transmitter Serotonin betreffend, das Belohnungshormon. Wenn das Hirn sich anstrengt, erwartet es anschließend eine zufriedenstellende Dosis dieses Stoffes. Bleibt die mehrfach aus, verkümmern - Theorien zufolge, so genau weiß das keiner - die serotoninbildenden Zellen, weil sie nicht gebraucht werden. Die Depression wird also von einer psychischen zu einer organischen. Das scheint bei mir der Fall zu sein, denn anders lässt sich nicht erklären, dass ich trotz nichtvorhandener psychischer Probleme immer noch diese Symptome habe. (Ich bin einigermaßen sicher, dass ich keine schwerwiegenden psychischen Probleme aufweise, auch, wenn andere Leute mir jetzt vielleicht widersprechen würden, ich bin jedenfalls nicht therapiebedürftig, ich wüsste nicht, worüber ich reden sollte.) So ist das also mit mir und den Tabletten. Möglicherweise muss ich sie jetzt für sehr, sehr lange Zeit nehmen. Ich könnt auch wieder aufhören, aber dann ist die Depression wieder da, und das will ich nicht. Die Alternativen sind also dem Nehmen der Medikamente nicht eben vorzuziehen. Von daher: Rechtschaffen Medikamentiert Wednesday, March 21. 2007ADS-Typen: Der Extrovertierte
Der extrovertierte ADS-Typen, der für das (H) in AD(H)S verantwortlich ist, läuft bei uns unter "Sentinel", nach der gleichnamigen Fernsehserie. Das klassische Beispiel für den Sentinel ist der hyperaktive, zappelnde Achtjährige, der in der Schule nicht stillsitzen kann, gegen seine Lehrer opponiert, dazwischenruft und nichts lernt, was er nicht einsieht. Solche Kinder sind sehr auffällig, was auch der Grund ist, warum sie häufig schon sehr früh behandelt und medikamentiert werden. Trotzdem wird eine Medikation, zum Beispiel mit Ritalin (Methylphenidat), nicht ihre Probleme lösen, sondern bestenfalls die Verhaltensauffälligkeiten eindämmen und das Kind schlimmstenfalls in einen Zombie verwandeln.
Im Gegensatz zu seinem Gegenpart, dem Schamanen, reagiert der Sentinel auf den Dopaminmangel in seinem Körper aktiv. Anstatt ihn hinzunehmen und die körperliche Aktivität entsprechend anzupassen, versucht er, durch Bewegung genug Dopamin zu generieren, um seinem Bedarf gerecht zu werden. Was machen solche Menschen in einem kleinen Stamm von Menschen, die ums Überleben kämpfen? Sie sind unbequem, sie haben einen starken Gerechtigkeitssinn, sie bewegen sich gern, und sie versuchen, alles zu vereinfachen: Sie sind Erfinder, die dafür sorgen, dass die Technik sich weiterentwickelt, Späher, Spezialisten. Aber in der heutigen Gesellschaft werden sie nicht so behandelt und gefördert, wie sie es verdienen, sondern mit Ritalin ruhiggestellt. Dabei haben auch sie spezielle Stärken und Schwächen, deren Erkennung und Berücksichtigung sehr vieles leichter für sie macht: Bewegungsdrang: Der Sentinel kann nicht stillsitzen. Schlimm genug, dass er überhaupt sitzen muss! Eigentlich sollte er draußen sein und sich bewegen und dabei nachdenken, aber das grausame Schicksal fesselt ihn an seinen Stuhl. Aber bewegen muss er sich, daran führt kein Weg vorbei. Was hier hilft, sind diese gymnastisch sinnvollen Sitzbälle. Darauf kann der Sentinel in Ruhe herumhüpfen, ohne den ganzen Raum in ein einziges Chaos zu stürzen. Tipp für den Sentinel: Wenn du nachdenken willst, sieh zu, dass du etwas tust. Versuch bloß nicht, dich ruhig hinzusetzen und dich abzuschotten. Tipp für andere: Wenn der Sentinel dich nervt, schmeiß ihn raus. Dann ist sein Aktivitätsniveau unterschritten. autarkes Lernverhalten: Mit Theorie langweilt man den Sentinel zu Tode. Um etwas zu lernen, muss er es verstehen. Details liegen ihm gar nicht, er wird sie sowieso gleich wieder vergessen. Das Auswendiglernen liegt ihm überhaupt nicht, er wird sich Details angucken und sie gleich wieder vergessen. Nur, wenn sie in einem größeren Kontext Bedeutung haben, kann er sich an sie erinnern. Mit einem erfahrenen Mentor, der ihm den Lernstoff direkt am Objekt demonstriert, wird er großartige Erfolge erzielen. Reaktion auf Unterforderung: Da der Sentinel ständig aktiv sein muss, ist eine langweilige Umgebung für ihn ein entscheidender Störfaktor. In Unterforderungssituationen wird er also seine mentalen Kapazitäten dahingehend auflagern, diese Umgebung aufzumischen. Um das zu verhindern, muss man ihm erlauben, sich anderweitig zu entfalten. Wenn er nebenher malen, zeichnen, kippeln oder sich sonstwie beschäftigen darf, wird er zumindest nicht stören. Tipp für Lehrer: Notebooks! Nachdem mein Biolehrer mir erlaubte, im Unterricht mit dem Notebook mitzuschreiben, hat sich nicht nur meine Unterrichtsleistung, sondern auch mein Sozialverhalten sprunghaft verbessert. fehlende Teamfähigkeit: Der Sentinel ist ein reiner Praktiker, der am liebsten experimentiert. Andere Leute da mit einzubeziehen, schränkt ihn in der Regel in seiner Effektivität ein. Er arbeitet am besten allein an einem Problem und lässt nicht locker, bis er es gelöst hat. Unsensibilität: Da der Sentinel sich mit Problemen beschäftigt und nicht mit Emotionen, achtet er nicht darauf, wie er anderen Menschen gegenüber auftritt. Vielfach sind andere deshalb verletzt oder zurückgestoßen. Natürlich ist das etwas, woran man arbeiten muss, aber ein gewisses Verständnis ist hier von Nutzen: Der Sentinel tritt in der Regel niemandem absichtlich auf die Füße, meistens hat er nur nicht gemerkt, dass es gerade nicht um das "was", sondern um das "wie" geht. Tipp für Außenstehende: So etwas klipp und klar sagen. "Du tust mir weh" wird den Übeltäter bremsen, er merkt es nicht. Hyperfokussieren: Ganz oder gar nicht! Wenn der Sentinel einmal mit etwas beschäftigt ist, bemerkt er nichts mehr um sich herum. Das kann im Extremfall bis zu Inkontinenz oder Katatonie führen! In solchen Fällen sollte medikamentös eingegriffen werden. Konkurrenzverhalten: Der Sentinel ist über Konkurrenz zu motivieren. Ein "das schaffst du sowieso nie" führt vielfach dazu, dass er es dem Gegenüber jetzt erst recht beweisen will. Hängt sich so jemand mit seinen ganzen Fähigkeiten und seiner ganzen Energie in eine Aufgabe, wird er in der Regel Erfolg haben, also sollte man darauf achten, was man zu ihm sagt. Tipp für Außenstehende: Der Sentinel reagiert oft allergisch auf Autorität, besonders, wenn er es besser kann. Versuch niemals, ihm irgendetwas mit "das ist eben so" zu erklären, oder du verlierst jede Glaubwürdigkeit. Er wird nie etwas einsehen, was nicht schlüssig erklärt ist. Arbeitsverweigerung: Wenn der Sentinel nicht erkennt, wofür er etwas tut, wird nichts passieren. Wie bringt man einem ADHS-Kind das Schreiben bei? Das ist eine langsame, überflüssige Tätigkeit, ineffizient, doof. Dabei gibt es da eine Geschichte von einem Millionär, die eventuell helfen könnte: Er unterschrieb einen Vertrag einmal mit drei Kreuzen, und sein Gegenüber fragte ihn schockiert: "Was hätten Sie geschafft, wenn Sie lesen und schreiben gelernt hätten?" Tipp: Alles ist für irgendwas zu gebrauchen. Finde einen Verwendungszweck. Und wenn es nur der ist, um zu berechnen, in wie viele Scheiben man ein gefrorenes Stachelschwein sägen kann. Tipp für Außenstehende: Beispiele, Eselsbrücken, findet einen Sinn dahinter, und sei er noch so abstrus. Mit "das ist so" wird man gar nichts. Die Probleme des Sentinels entstehen hauptsächlich dadurch, dass er nicht bei der Sache bleiben kann, auch, wenn er "sollte" oder tatsächlich will. Abhilfe schaffen kann hierbei, mehrere andere Dinge gleichzeitig zu tun, die nicht zu sehr ablenken. Gesinnung: Chaotisch Aufmerksamkeitsdefizitär Wednesday, March 21. 2007ADS-Typen: Der Introvertierte
Den introvertierten ADS-Typen nennen wir mittlerweile den "Schamanen", weil wir glauben, dass das in der Vorzivilisationsgesellschaft des Menschen seine Funktion gewesen sein müsste. Im Gegensatz zu seinem Counterpart, dem Sentinel, reagiert er auf das fehlende Dopamin in seinem Körper so, dass er die Aktivität einschränkt. Anstatt also Dopamin zu erzeugen, um den Anforderungen seines Körpers gerecht zu werden, senkt er die Anforderungen, um dem Dopaminspiegel zu entsprechen.
Besondere Merkmale, Stärken und Schwächen solcher Menschen sind: Personenbezug: Immer und überall bildet ein Schamane persönliche Bezüge aus. Er personalisiert Probleme, nur, um dann mit ganzer Kraft daran zu gehen, sie zu lösen. Das Wohlergehen seiner Freunde ist ihm sehr wichtig, manchmal wichtiger als sein eigenes. Ein unfähiger oder unsympathischer Ausbilder kann ihn komplett demotivieren, bei Lehrern, die er mag, wird er zur Höchstform auflaufen. Tipp: Besteht ein Problem auf einer persönlichen Ebene mit einer Person, die im Schul- oder Berufsalltag wichtig ist, versuche unbedingt, eine positive persönliche Beziehung zu ihr aufzubauen. Tipp für Außenstehende: Um ein Schamanen-Kind zu motivieren, muss es einen persönlichen Bezug zur unterrichteten Materie herstellen. Wenn dieser Bezug nicht vorhanden ist, passiert in der Regel gar nichts. besonderes Einfühlungsvermögen: Schamanen besitzen ein sehr feines Gespür für das, was in anderen Menschen vorgeht. Vielfach registrieren sie Probleme schon, bevor der Betroffene selbst weiß, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Diese feinen Antennen bedeuten bei Konflikten und Streitsituationen eine große Belastung. Oft wird er sich einmischen, um den Konflikt zu entschärfen oder zu beenden, auch um den Preis, hinterher den Zorn beider Seiten auf sich zu ziehen. Ihn deshalb zu kritisieren ist vergebene Liebesmüh: Er leidet persönlich unter dem Konflikt und "kann nicht anders", als ihn um jeden Preis beizulegen. Tipp: Hör immer auf dein Unterbewusstsein, es sagt dir Dinge über andere Menschen, die dein Kopf noch nicht weiß. Wenn du dich in einer Situation nicht wohlfühlst, finde heraus, warum das so ist. Wenn du unter Streitereien anderer leidest, musst du das unbedingt deutlich und unmissverständlich zum Ausdruck bringen. Träumerei: Wenn sich ein Schamane langweilt, verschwindet er in seinem eigenen Kopf. Bei vielen tritt die Umwelt dabei komplett in den Hintergrund. Trotz seiner geistigen Abwesenheit kann er einen aufmerksamen Eindruck machen und vielfach sogar Zuhörgeräusche produzieren. Das führt oft zu Problemen. So wird zum Beispiel bei Kindern nicht erkannt, dass sie in der Schule nicht im Geringsten aufpassen, im Berufs- oder Privatleben kann es dazu führen, dass der Schamane in geistesabwesendem Zustand Zusagen macht, von denen er nichts weiß. Tipp: Gespräche, in denen geplant wird, am Ende noch mal kurz summieren, am besten mitschreiben. Fragen "hab ich was vergessen?" Tipp an Außenstehende: Gespräche immer mit einem Satz beenden wie "John Doe, ich finde es sehr lieb, dass du den Müll runterbringen möchtest." Durch die Nennung seines Namens wird der Träumer aufwachen und weiß dann, welchen Stand du im Gespräch hast. Teambildung: Der Archetyp des Schamanen kann gar nichts. Deshalb holt er sich Spezialisten ins Team, die das können, was er braucht. Er selbst ist Dreh- und Angelpunkt, wenn ein bestimmter Plan ausgeführt wird, wird er zunächst die Meinung aller Beteiligten einholen, danach selbst einen Konsens bilden, der möglichst das Beste aller Vorschläge in sich vereint, und diesen anschließend noch einmal im Kreis diskutieren. Er vereint die Elemente, die von den Spezialisten beigesteuert werden, zu einem Gesamtplan. Durch sein feines Gespür für Menschen gewährleistet er das Funktionieren des Teams. Tipp: Notizen helfen dabei, den Überblick zu behalten. Depressionen: Vielfach wird der Schamane ausgebremst, ignoriert oder das, was er tut, wird nicht gewürdigt. Sehr viele Menschen verstehen gar nicht, wie viel er für sie tut und was er in Wirklichkeit leistet. Aus der fehlenden Anerkennung heraus kann er in eine Depression fallen. Tipp: Bloß nicht auf die Idee kommen, die Anerkennung würde schon irgendwann kommen. Artikuliere deine Bedürfnisse, sag, wofür du Lob und Anerkennung verdient hast. Andere Leute müssen auch mal Rücksicht nehmen. Tipp für Außenstehende: Wenn jemand ständig für dich da ist und dir hilft, überleg mal, was das für ihn bedeutet. Auch, wenn er es gern tut, hat er die Wertschätzung seines Tuns verdient. Altruismus: Der Schamane wird anderen Leuten helfen, zur Not auf eigene Kosten. Daraus können haufenweise Probleme resultieren, vor allem, wenn andere gar nicht bemerken, wie sehr er sich ihretwegen einschränkt. Auch hier gilt: Kommunizieren! Tipp: Die anderen Menschen haben nicht dein Einfühlungsvermögen. Sie bemerken viele Dinge einfach nicht, auch nicht Signale, die du für eindeutig hältst. Geh zu ihnen und sag klar und deutlich, was dir auf der Leber liegt. Das wird sicher funktionieren. Konkurrenz/Opponieren: Der Schamane ist kein Konkurrenz-Typ. Buttert ihn jemand unter, so wird er höchstwahrscheinlich einen persönlichen Groll entwickeln und anfangen, demjenigen - instinktiv - dort zu schaden, wo er ihn trifft: Auf der persönlichen Ebene. Ein beleidigtes Schamanenkind in einer Schulklasse kann zum Albtraum jedes Lehrers werden, wenn es ihn per Psychoterror in den Wahnsinn treibt. Der Schamane kooperiert, er konkurriert nicht. Die größten Probleme der Schamanen von heute ist, dass sie sich ausbrennen. Sie nehmen Dinge persönlich, die abstrakt sein sollten, identifizieren sich mit Materie, die dafür ungeeignet ist. Aber alle diese Probleme lassen sich in den Griff bekommen, wenn man nur weiß wie! Ein einzelner ADSler kann verschiedene Aspekte des Schamanen und des Sentinel in sich vereinen. Gesinnung: Chaotisch Aufmerksamkeitsdefizitär Wednesday, March 21. 2007ADS: Ein möglicher Ursprung
Die Art, wie wir Menschen lernen, ist sehr verschieden, ebenso wie die Menschen selbst. Wie sehr viele Dinge über unsere Spezies kann man diese Verschiedenheit am besten an den ADSlern erkennen, in denen oftmals die Extreme zum Ausdruck kommen.
Durch sorgfältige Beobachtung gelang es uns, ein Schema aufzustellen, in dem sich jeder Mensch wiederfindet. Zwischen diesen vier Polen lässt sich jeder ADSler, und erst recht jeder normale Mensch, einsortieren. Das Wissen um die Bedeutung dieser Skala und seinen Platz darin verschafft dem Einzelnen viele Vorteile im Umgang mit sich und den anderen. Die vier Eckpunkte sind:
Rational und emotional ist dabei die Art, wie Entscheidungen gefällt werden: Aus dem Kopf oder aus dem Herzen. Die Begriffe "Schamane" und "Sentinel" sind weiter unten definiert. Wir gehen davon aus, dass ADS-Menschen ein Erfolgsmodell der Evolution sind. Denn sonst wären sie schon lange, lange ausgestorben. Die Entwicklung ist dabei gnadenlos, alles, was nicht funktioniert, wird irgendwann aus dem Genpool entfernt. Welche Funktionen also kann ein ADS-Mensch, der doch heutzutage komplett durchs Raster der Gesellschaft fällt, in der Stammeswelt zum Beginn der menschlichen Entwicklung gehabt haben? Betrachtet man die beiden Extreme hierbei genauer, liegt die Antwort fast schon auf der Hand (natürlich lasse ich mich gerne eines Besseren belehren, wenn jemand neue Fakten hat, immer her damit!): Die des Schamanen oder die des Sentinels (nach der gleichnamigen Serie). Der Sentinel ist der extrovertierte Typ. Die Art, wie er ist, wie er funktioniert, wirkte wie ein Katalysator auf den Rest der Menschheit. Wenn ihm etwas nicht passt, sagt er es, wenn er es nicht gleich verbessert. Er macht sich Gedanken, erfindet das Rad und das Feuer, einfach, indem er fragt "wieso eigentlich...", oder "wir brauchen irgendeine intelligente Lösung für dieses Problem", wo andere immer noch sagen "das ist immer so gewesen, die Tradition verlangt es". Der Sentinel bringt die Menschheit voran, er bricht verkrustete Strukturen auf und erneuert sie. Die Ideen, die uns vorangebracht haben, kamen bestimmt von einem faulen Sentinel, der irgendeine kluge Lösung fand, um weniger tun zu müssen oder effizienter zu arbeiten. Er macht das Leben des Stammes leichter, indem er dafür sorgt, dass der Druck von außen abnimmt. Der Schamane ist der introvertierte Typ, der "Träumer". Anders als der Sentinel liegen seine Fähigkeiten schwerpunktmäßig im Bereich der sogenannten "Soft Skills". Ohne den Schamanen funktioniert kein Stamm, kann keine Gruppe überleben. Es braucht immer einen, der sagt "hey, das ist nicht so schlimm, hört auf zu streiten, wir können eine Lösung finden." Denn sonst wird das Team über kurz oder lang auseinanderbrechen. In der Frühgeschichte der Menschen wäre das gleichbedeutend mit dem Tod der Einzelnen gewesen. Er macht das Leben des Stammes leichter beziehungsweise erst möglich, indem er dafür sorgt, dass ein harmonisches Miteinander herrschen kann statt eines destruktiven Konkurrenzdenkens. Das Auftauchen des ADS-Kindes könnte, so die Hypothese weiter, mit der zunehmenden Feindlichkeit der Umgebung zusammenhängen. Eine werdende Mutter wird von der Umwelt beeinflusst, nicht nur die Gene, sondern auch äußere Faktoren prägen das werdende Kind: Das Cortisonniveau im Gehirn, beispielsweise, beeinflusst die Ausprägung bestimmter Hirnregionen. Was, wenn es Pheromone gibt, die wir alle ausstrahlen, die die Embryonen, die die Veranlagung dafür besitzen, in einer Art und Weise beeinflussen, dass eines dieser Kinder geboren wird? Kinder, deren Hirnstruktur sie dazu befähigt, diese Lebensfeindlichkeit der Umwelt erträglicher zu machen? Die ersten ADS-Fälle, von denen berichtet wird, traten schon im 19. Jhdt auf (Struwwelpeter). Die Generation meiner Eltern trägt vielfach bestimmte Wesenszüge des ADSlers, jedoch kommen diese nicht voll zum Ausdruck, sondern sind vielfach vom Betroffenen selbst kontrolliert worden. Erst die Kinder der letzten paar Jahrzehnte weisen diese Wesenszüge in einer Art und Weise auf, die bis zu völliger gesellschaftlicher Inkompatibilität führen kann. Woher kommt das? Hat sich die Möglichkeit der Diagnostik verändert, sodass mehr Fälle erkannt werden, oder tritt das "ADS" häufiger auf als früher? Ich glaube, beides ist der Fall. Ich glaube, diese hochsensiblen und -spezialisierten Kinder werden häufiger werden, bis sich die Gesellschaft ihnen anpassen muss (was ja schon in Anfängen passiert). Die Zahl der unbequemen Menschen wird zunehmen, die derjenigen, die fragen, "warum eigentlich", und die sich nicht mit Ausreden zufriedengeben. Meiner Meinung nach ist das Verständnis der ADS-Menschen in all ihren Extremen ein wichtiger Schritt zum Verständnis der anderen. Deshalb gibt es auch noch zwei weitere Artikel zum Lern- und Lebensverhalten der beiden Extremtypen, des Schamanen und des Sentinels. Gesinnung: Chaotisch Aufmerksamkeitsdefizitär Thursday, March 8. 2007ADS und Schlaf und Insomnie
Ungefähr seit meiner Geburt hatte ich große Probleme mit dem Schlafen. Zwar hatte meine Mutter bald ein Ritual gefunden, mit dem sie mich doch relativ schnell zum Einschlafen motivierte (obwohl ich mich an Abende und Nächte erinnerte, in denen ich aufgestanden und herumgelaufen bin, oder in denen ich unter der Bettdecke hockte und von anderen Welten träumte). Das Aufwachen bereitete mir größere Probleme, immer schon.
In der Pubertät wurde es schlimmer. Beeinflusst durch die Tatsache, dass mein Leben damals - in der Pubertät, natürlich - nicht gerade toll war, wollte ich am liebsten gar nicht mehr aufwachen. Ohne Probleme schlief ich zwölf bis vierzehn Stunden und mein Rhytmus verlagerte sich bis tief in die Nacht. Als ich irgendwann in den großen Ferien mal sturmfreie Bude hatte, krempelte sich mein Rhytmus so weit um, dass ich tatsächlich nachtaktiv war. Als ich zu alt wurde, um das Ritual meiner Mutter noch akzeptieren zu können, entwickelte ich zunehmend Schwierigkeiten beim Schlafen. Das zog sich so weit hin, dass ich eine regelrechte Insomnie entwickelte. Damit habe ich zur Zeit immer noch zu kämpfen. Das ist ein Problem bei vielen ADSlern, weil ihr Kopf nicht genug herunterfährt, um sie in Ruhe schlafen zu lassen: Sie sind hundemüde, aber die Gedanken rasen, und deshalb können sie nicht schlafen. Ich habe es natürlich mit Schlafmitteln versucht. Tee mit Honig, Milch mit Honig, warm duschen, Baldrian. Nichts davon half, im Gegenteil: Beruhigungsmittel brachten mich dazu, körperlich an die Decke zu gehen, mein Kopf war unglaublich fertig, aber meine Füße zappelten, meine Hüften wippten und an Schlaf war nicht zu denken, denn der Körper musste gegen das Beruhigungsmittel an-arbeiten. Nach einem Tipp von meinem Neurologen habe ich dann angefangen, dagegen anzutrinken. Es klingt natürlich so, als wäre ich jetzt extrem gefährdet, zum Typ-2-Alkoholiker zu werden und in die Flasche zu fallen. Aber es hilft. Der Alkohol schaltet meinen Kopf aus. Und dann kann ich schlafen. Zur Zeit trinke ich Cuarenta Y Tres mit Milch, das ist nicht nur lecker, sondern bringt auch bei relativer Milde haufenweise Umdrehungen mit. Geht ziemlich direkt in den Kopf. Gerade eben habe ich auch was davon getrunken, leider hält eine Flasche maximal eine Woche, da das Zeug bei geöffnetem Deckel auch in Rekordgeschwindigkeit verdampft (:D). Es ist zwar tragisch, aber der einzige Rat, den ich jemandem geben kann, der nicht schlafen kann und von Beruhigungsmitteln hibbelig wird, ist folgender: Such dir irgendeine Art von Alkohol, die du magst. Trink genug davon, dass du merkst, dass die Welt irgenwie in den Hintergrund tritt. Und dann leg dich hin, hör auf, mit deinen Füßen über das Laken zu reiben, kuschel dich in deine Decke und schlaf einfach. Gesinnung: Rechtschaffen Aufmerksamkeitsdefizitär Sunday, March 4. 2007Suchanfrage des Tages
"Kann man mit Ritalin den Führerschein machen?"
Ich würde an erster Stelle empfehlen, den Führerschein in einem Fahrzeug zu machen, aber Ritalin ist dabei sicher kein Kriterium, das einen für den Erwerb desselben disqualifiziert. Dabei ist allerdings zu beachten, dass sehr viele ADSler über überlegene Fähigkeiten im Straßenverkehr etc verfügen - einer der Vorteile des ADS ist es doch, dass man seine Umgebung ständig im Blick hat. Ritalin erleichtert es einem zwar, mit der sonstigen Lebenswelt zurechtzukommen, aber für den praktischen Teil des Führerscheins würde (und werde, ich stehe ja vor der Situation) ich persönlich es weglassen. Gesinnung: Chaotisch Gedopt Tuesday, February 27. 2007Test positiv
... ab heute bin ich ein amtlich beglaubigter ADS-Fall. Endlich passe ich in eine Schublade.
Gesinnung: Chaotisch Schublade Sunday, February 18. 2007"Was passiert, wenn ich Ritalin absetze?"
... lese ich da gerade in meinen Suchanfragen. Interessant, dass das kommt, denn ich bin gerade in der unglücklichen Situation, so etwas im Freundeskreis live und in Farbe mitanzusehen.
Es ist nicht so, dass Ritalin körperlich abhängig macht. Ich muss den Stoff nicht nehmen, niemand muss das. Aber sobald ich die Tabletten nicht mehr nehme, ist alles wie vorher. Es ist alles wieder da. All die Gründe, weshalb man mal zum Arzt gegangen ist, um sich auf ADS untersuchen zu lassen, kommen dann zurück. Manchmal ist das nur die Unfähigkeit zum Stillsitzen. Aber wenn es Müdigkeitsdepressionen und Dünnhäutigkeit sind, dann tut es weh, dabei zuzuschauen oder zuschauen zu lassen. Manchmal gibt es gute Gründe dafür, kein Ritalin mehr zu nehmen. Vielleicht, wenn man es nicht verträgt, wenn die Nebenwirkungen zu sehr zuschlagen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Auf jeden Fall sollte man den Arzt konsultieren, bevor man es tut. Und wenn man schon weiß, welche Probleme man ansonsten hat, kann man sich darauf einstellen. Ich nehm es weiterhin. Mir geht es gut damit. Gesinnung: Chaotisch Aufmerksamkeitsdefizitär Thursday, February 1. 2007
ADS-Test: LAAAAAAAAAAANGWEILIG! Posted by vivec
in ADS, Heldentaten at
14:05
Comments (10) Trackbacks (0) ADS-Test: LAAAAAAAAAAANGWEILIG!
Heute war dann der große Tag: Ich war heute offiziell beim Therapeuten und habe mich auf ADS testen lassen. Die Ergebnisse liegen in drei bis vier Wochen vor.
Als ich ankam, mit einer Flasche Coke in der Handtasche und einem klebrigen Puddingding in der Hand, wurde ich von den "Fräulein"s am Empfang erst einmal geflissentlich ignoriert. Auch eine Art von Test. Dann wurde ich zum Blutabnehmen geschleppt - damit wollen die die Schilddrüsenfunktion testen. Ich mag kein Blutabnehmen, jedenfalls nicht bei mir und nicht aus der Armvene... ich weiß warum: die Frau zückt die Nadel, visiert meine Armbeuge an, ich sage "Vorsicht, die Vene liegt da sehr dicht unter der" tschack "genau", und dann ist sie durch. Jetzt tut mein Arm weh. Wenn es irgendwann jemand schafft, mir Blut abzunehmen, ohne dabei die Vene zu piercen, lade ich ihn auf einen Kaffee ein. Die ADS-Tests sind outgesourced. Die Frau, die das macht, kommt wohl einmal die Woche, dann werden die Aspiranten immer in Vierergrüppchen durchgelotst. Zuerst macht sie zwei Einzeltests und es gibt ein Gespräch mit von wegen "haben Sie Fragen", dann gibt es Gruppentests. Der erste Test bestand darin, dass die Frau mir Zahlenreihen sagte, die ich dann nachplappern durfte. Nach ungefähr 5 Zahlen in Reihe fing ich an, die Dinger durcheinanderzuschmeißen, dann gabs das Ganze noch mal rückwärts: "Sie müssen das rückwärts sagen!" - "Das Ding da hinten blinkt!" Der nächste Test beinhaltete, in aufsteigender Reihenfolge Zahlen und Buchstaben miteinander zu verbinden, einmal Zahlen von 1-23 und dann abwechselnd Zahlen und Buchstaben von 1 bis 13 und A bis G. Unnöig zu erwähnen, dass ich dabei völlig versagt habe, weil ich irgendwann dachte, ich hätte die Linienführung erkannt und plözlich die 11 mit der 14 verbunden war oder sowas. Nicht nachdenken. Die restlichen Tests wurden in der Gruppe durchgeführt. Ich fürchtete schon, sie würden soziale Interaktion beinhalten (ich hatte keinen Kaffee, mein Kreislauf war so dermaßen am Boden, dass ich Schüttelfrost hatte und dementsprechend war mir nicht wirklich danach), aber dem war nicht so. Es waren noch drei andere Leute da, ein aufgeweckt wirkendes Mädel, ein mental abwesender Junge mit ständig redender Mutter und ein fragezeichenförmiger Jüngling, der versuchte, Artemis Fowl zu lesen, jedoch aufgrund der ständig redenden Mutter daran scheiterte. Wir wurden alle in diesen mikroskopischen Raum mit dem blinkenden Ding gequetscht und bekamen eine A4-Seite mit diversen Reihen aus Buchstaben, nämlich bs und ps. Die Buchstaben hatten bis zu vier Striche: Zwei oben und zwei unten. Wir sollten die bs mit zwei Strichen durchstreichen. Für jede Reihe hatten wir 20 Sekunden, wir sollten so viel machen, wie wir schaffen. Nach ungefähr 2 Reihen hatte ich keine Lust mehr, vor allem habe ich ständig vergessen, was ich anstreichen sollte. Nachdem ich dann erst mal wild alles mit 2 Strichen durchgestrichen hatte, habe ich versucht, mich in den nächsten Reihen auf die Bs zu konzentrieren statt auf die ps, mit mäßigem Erfolg, vor allem, weil dieses Ding blinkte. Danach durften wir Tests am Computer machen. Wir bekamen eine Taste, auf die wir drücken sollten, wenn in der Mitte des Schirms ein x aufblinkte. Wenn ein + aufblitzte, sollten wir gar nichts machen. Ich habe mich dabei ertappt, die Hälfte der Zeit bei absolut jedem blinkenden Ding zu drücken. Die andere Hälfte der Zeit habe ich offenbar rhytmisch immer dann gedrückt, wenn das Ding blinkte, jedenfalls fing irgendwann der Computer an zu piepen. (Ich weiß nicht, was das war. Ich habe es auch nicht absichtlich gemacht, echt nicht. Aber da war so ein Leuchtding an einem grauen Plastikding und es blinkte. So in Grün. Machte mich total fertig! Ich wollte wissen, was es ist, und machen, dass es aufhört. Stattdessen durfte ich ps durchstreichen.) Bei Test Nummer 2 wurde es schlimmer. Wir hatten kleine Kästchen, die in einem Square von 5x5 Stück angeordnet waren. Jedes Kästchen war zu irgendeiner Seite geöffnet, aber nicht ganz geöffnet, sondern die Öffnung war etwa 3 px breit, die Dinger insgesamt vielleicht 20 px oder so, also viel wars nicht. Wenn ein nach oben geöffnetes Kästchen in dem Square vorkam, sollten wir die Taste 1 drücken, ansonsten die Taste 2. Zu Beginn der Übung sollten wir manuell einstellen, wie viele dieser Bildschirme uns gezeigt werden würden - da stand 100. Ich habe kurz darüber nachgedacht, das heimlich auf 2 zu ändern, weil mir schon klar war, dass das nicht sonderlich interessant werden würde, aber heldenhaft wie ich nun mal bin habe ich widerstanden. Nach 15 Schirmen hatte ich keine Lust mehr. Nach 85 Schirmen hatte ich den Dreh raus, wie ich rausfand, ob die Kästchen nach oben geöffnet sind oder nicht (Augen defocussieren, dann gehts), habe gute Miene zum bösen Spiel gemacht und war irgendwann fertig. Der Mensch rechts von mir (mit dem Artemis Fowl-Buch) auch, aber der links von mir (mit der redenden Mutter, die zum Glück nicht dabei war) war noch fröhlich dabei und meditierte immer erst über dem Bildschirm, bevor er irgendeine Taste drückte, und das Mädel konnte ich nicht sehen, weil sie hinter mir saß... ... irgendwann waren alle mit den Schirmen fertig, und dann bin ich schnell weggelaufen und habe mir einen Termin für in drei Wochen geben lassen, um die Testergebnisse abzuholen. Ich habe den Eindruck, in sämtlichen Konzentrationstests total versagt zu haben (es gab aber auch wichtigere Dinge zu denken...), sodass meine Chancen gar nicht schlecht stehen. Immerhin darf ich jetzt wieder Ritalin nehmen, weil der anstrengende Teil des Ganzen wohl vorbei ist. Nach dem Treffen mit dem Doc schnappte ich mir das Rezept und levitierte von Dannen, der nächsten Tasse Kaffee entgegen. Und die war so was von nöig... und jetzt tut mein Arm weh. Gesinnung: Chaotisch Aufmerksamkeitsdefizitär Monday, January 29. 2007
Ritalin, Dopamin und der Mangel von ... Posted by vivec
in ADS, die Welt ist schlecht at
06:30
Comments (4) Trackbacks (0) Ritalin, Dopamin und der Mangel von beidem
Ich sitz hier gerade so ein bisschen depressiv in meinem Sessel rum. Bis zum ADS-Test am Donnerstag darf ich nämlich kein Equasym mehr nehmen, und das ist nicht so sonderlich gut. Also versuche ich gerade, nicht in dieses riesige Tief zu fallen, was seinen Ereignishorizont über den Rand meines Sessels schiebt.
Und dazu läuft die volle chemische Bandbreite ab. Mir ist kalt, der Kreislauf streikt und ich bin antriebslos und traurig. Dazu kommt das Bedürfnis zu kuscheln, und es ist keiner hier, außer den Kuschelschildkrötenzombies und den Bettdecken und mir. Und so ein Met, ein Met wäre nett. Der Met ist dein Freund, er ist immer da und er ist dein Freund. Er würde dich jetzt gern trösten. Oder der Dooleys, oder der Cuarenta Y Tres, oder der Pfirsichwein, oder. Das wäre jetzt gut. Oder Schokolade. Du isst sonst nie Schokolade, irgendwie magst du die nicht, aber so ein kleines Stück wäre jetzt wirklich schön. Du hast keine Schokolade da? Normalerweise kaufst du die auch nicht, sondern eher salzige Dinge. So ein salziges Brot, oder eine Tüte Chips, wäre nett. Und wenn du davon fett wirst, ist doch egal. Eine Hose hast du, in die du auch dann noch reinpasst. Und es wäre so schön. Dabei sind das alles nur dämliche Vermeidungsmaßnahmen unterster Schublade. Insulin generiert, zwar auf Umwegen, aber doch erfolgreich, Dopamin. Alkohol schaltet den Input herunter und schüttet Belohnungshormone aus. Das ist so ähnlich wie ein großes Pferd aus Holz voller Griechen vor der Tür, beim ersten Mal hat es funktioniert, aber jetzt kennen wir den Trick und wir fallen da nicht noch mal drauf rein. Aber es wäre gut. Wäre es? Es ist alles so unglaublich durchsichtig, aber das macht es nicht besser. Gesinnung: Rechtschaffen Traurig Tuesday, January 23. 2007ADS-Probleme: Heute: Spielsucht, Rauchen und KriminalitätWir haben ja bereits gelernt, dass der ADSler ein gestörtes dopaminergenes Belohnungssystem hat: Der Botenstoff Dopamin, das Motivationshormon, ist zu wenig vorhanden. Wiederholte Suchanfragen zum Thema "ADS und $gesellschaftsinkompatibles Verhalten" haben mich jetzt dazu gebracht, das Ganze kurz aufzuschlüsseln. Um diese beiden Verhaltensweisen zu verstehen, muss man eigentlich nur wissen, dass Dopamin chemisch die Vorstufe zu Adrenalin ist. Wenn der Körper Adrenalin produziert, wird er also Dopamin nachbilden - und zwar mehr als vorher, denn Adrenalin bedeutet, dass er sich in einer potentiell gefahrlichen Situation befindet und gegebenenfalls wieder schnell viel Adrenalin aus Dopamin produzieren muss. Der ADSler erlebt also adrenalin-fördernde Situationen als extrem wohltuend. Die Spielsucht ist eine solche Situation. Der Mensch hangt vorm Spielgerät und hofft auf die Belohnung. Er fiebert mit dem Spielgerat mit - komm schon, du blödes Ding, ja, ja, neiiiiiiin! Schon ist Adrenalin da. Und die Belohnung winkt immer noch - ist in greifbarer Nahe, nur einen Klick/Dreh/Druck/Euro entfernt. Nur einmal noch. Nur noch gerade. Gleichfalls bei Kriminalität. Alles, was verboten ist, ist kribbelig und irgendwie interessant. Dazu kommt noch die grundlegende Neigung des ADSlers, sich über Regeln, die er nicht versteht, einfach hinwegzusetzen. Auch die Zigarette davor ist eine ADS-Verhaltensweise. Man belohnt sich, immer und immer wieder, dafür, dass man so brav bei der Sache geblieben ist. Man kann an dieser Stelle gegensteuern, wenn man die Mechanismen kennt! Wenn man weiß, warum man das tut, was einen so stört, dann kann man damit aufhören, indem man einen Weg findet, anders an das Ziel dieser Verhaltensweise zu kommen. Gesinnung: Rechtschaffen Aufmerksamkeitsdefizitär Monday, January 15. 2007Was kann ich gegen ADS/ADHS tun?Gar nichts. ADS ist die Art, wie dein Gehirn funktioniert. Das kannst du nicht andern, und das willst du auch gar nicht, denn das zu verandern hieße, dich selbst zu verandern. Möchtest du sein wie die anderen? Eins von den glücklichen kleinen Radchen in unserer Gesellschaft, die Tag für Tag ihre Aufgabe erfüllen? Die ihre kleinen Leben leben und niemals über den Tellerrand schauen? Die in linearen Bahnen denken und in linearen Bahnen leben? Ja? Schade. Geht nicht. Weiter im Text. Wir stellen also die richtige Frage: "Was kann ich mit ADS/ADHS tun?" Wir können nicht das andern, was wir sind. Was wir tun können, ist, zu versuchen, die Umwelt zu sensibilisieren. Wir können erklaren, woher die Probleme kommen, und versuchen, sie zu umgehen. ADS/ADHS ist keine Ausrede. Es ist ein Grund. Du kannst sagen "Dieses Problem resultiert daraus, dass, und jetzt lass uns eine Lösung finden". Zu sagen "Ich kann nichts dafür, ich bin so" zahlt nicht. Gesinnung: Rechtschaffen Aufmerksamkeitsdefizitar Thursday, January 11. 2007Habe ich ADS? Habe ich ADHS?Nein, hast du nicht. Oder vielleicht doch, aber lass mich erklaren. ADS bedeutet "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom". Syndrom, das klingt nach Krankheit, nach "Down-Syndrom" oder nach Simulant. Dabei hast du gar kein Aufmerksamkeits-Defizit. Die Gesellschaft ist es, die ein Problem mit dir hat. Seit Jahrtausenden werden immer wieder Kinder wie du geboren. Kinder, deren Gehirn nicht so funktioniert wie das der anderen. Das ist gut und wichtig, dass das passiert. Denn ohne sie würde die Menschheit noch auf Baumen sitzen. "Herabsteigen? Wieso? Wir haben immer hier gelebt, und es hat gut funktioniert." Dein Gehirn ist auf eine bestimmte Art und Weise verdrahtet, die dir viele Vorteile gibt. Leider gehen damit auch Nachteile einher, sonst warst du nicht hier. Diese Nachteile resultieren aber aus unserer Gesellschaft! Du hast kein ADS, du bist ADS. Und du bist wie du bist, von daher ist es völlig okay. Dein Gehirn ist darauf verdrahtet, seine Umgebung im Auge zu behalten. Wenn jemand den Raum betritt, musst du dich umdrehen und gucken, wer es ist. Wenn du einen interessanten Gedanken hast, musst du ihn aussprechen - denn sonst könnte er ja weg sein, und du findest ihn gerade interessant. Die anderen, die nicht so denken wie du, können nicht verstehen, wie du darauf gekommen bist. Aber ist das dein Problem? Du bist okay. Die auch. Aber ihr seid grundverschieden, und die Akzeptanz dieser Tatsache ist der erste Schritt zu einem harmonischen Miteinander. Sie nennen es "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom". Das ist zutiefst unfair. Wie können sie das tun, wo sie doch nicht wissen, was du weißt? Du beobachtest die Vögel am Himmel, den Bus, der gerade um die Ampel biegt, das lachende Kind, die unmögliche Frisur der Frau dahinten, den Hund, der an seiner Leine zerrt. Vielleicht hörst du dabei Musik, um deine Ohren abzuschotten, damit du sie nicht hören musst: Das Parchen, dass sich da hinten an der Wand anschreit, den Jugendlichen, der aus seinem Handy die Umwelt mit quakender "Musik" belastigt, das Quietschen der Bremsen, das Hupen der Autofahrer. Vielleicht träumst du auch und denkst nach, vielleicht hat dich die Farbe des Himmels an die Augen deiner Liebsten erinnert und schon denkst du darüber nach, was du mit ihr anstellen könntest, wenn ihr jetzt in Gran Canaria wart. Vielleicht waren es auch die Apfelsinenkisten, an denen du vorbeigelaufen bist - aber du bist in Gran Canaria und nicht hier, und trotzdem: Der Hund, der Bus, die Frau, das Kind, all das ist für dich präsent und gegenwärtig, du hast all das auf deinem Monitor. Und die anderen wagen es, das als Aufmerksamkeits-Defizit zu bezeichnen? Du siehst alles. Du bist aufmerksam! Natürlich hast du Probleme, durch das, was du bist. Du bist eine Minderheit. Quellen sprechen von 6 - 8% ADS-Kindern, die Ende des letzten Jahrtausends geboren werden. Natürlich sind das nur die, die tatsächlich auffallen. Es gibt vielleicht noch einmal genausoviele, die nie zu einer Diagnose gehen. Ich bin eins dieser Kinder, vielleicht bist du es auch. Wie du feststellen kannst, ob du ADS bist, kann ich dir ziemlich genau sagen. Offensichtlich hast du bereits einen Anfangsverdacht. Denn sonst würdest du das hier wahrscheinlich nicht lesen. Wenn du ADS bist, dann hast du einen Mangel am Botenstoff Dopamin. Das ist ziemlich kompliziert, führt allerdings dazu, dass dein Organismus auf einige Substanzen anders reagiert als der eines "normalen" Menschen. Du wirst von Kaffee zum Beispiel nicht aufgedreht, sondern ruhig. Vielleicht trinkst du extrem viel Kaffee, oder gar keinen. Vielleicht kannst du nicht einschlafen - wenn ich nachts wach liege, dann bewegt sich mein Fuß, schubbert über das Laken, immer und immer wieder. Auch das ist ein Indiz. Vielleicht ist deine Persönlichkeit sehr wechselhaft. Du bist dann Feuer und Flamme für ein Thema, das dich interessiert. Aber wenn du etwas tun musst, was du nicht einsiehst, dann bist du plötzlich so erschöpft, dass du am liebsten weinen würdest. Denkst du Sachen, stellst du dir Fragen, die andere Leute nicht haben? Dann kann es sein, dass du ADS bist. Du hast kein Problem damit, gleichzeitig fernzusehen, Radio zu hören, zu lesen, zu telefonieren, zu kochen und staubzusaugen? Im Gegenteil, du wirst rappelig, wenn es zu still ist? Dein Geist oder dein Körper muss immer in Bewegung sein, Stillstand darf nicht sein? Auch das sind Indizien. Du hast Stärken, und du hast Schwächen. Jeder Mensch hat das. Aber deine Schwächen sind besonders: Sie resultieren daraus, dass du nicht das bist, was die Gesellschaft erwartet. Du bist genial - die Schule produziert Rindviecher, die den Stoff wiederkäuen und bei Bedarf auswürgen. Du bist sprunghaft - die Gesellschaft verlangt Beständigkeit. Dein Geist ist hungrig und wach. Schon mal fern gesehen? Herausfinden, ob du ADS bist, kannst du nur mit einem Test. Geh zum Hausarzt. Er kann dir jemanden sagen, der dich testet. So etwas dauert - bis zu einem halben Jahr. Es ist kompliziert und zeitaufwändig. Aber das ist der einzige Weg, in den Augen der anderen Gewissheit zu erlangen. Und in der Zwischenzeit, mach dich schlau. Was kannst du tun, mit ADS? Gesinnung: Chaotisch Aufmerksamkeitsdefizitar Tuesday, December 12. 2006Die ganze Geschichte, Teil 2 - RitalinIch bin also gut zurechtgekommen in meinem Leben. Sicher, es war nicht alles perfekt, aber ich bin ein interessanter Mensch gewesen, der keine großen Probleme hatte, durch die "Leistungsgesellschaft" zu kommen. Warum also Ritalin? Als mein kleiner Bruder (von dem es heißt, wir seien uns sehr ahnlich) anfing, gegen ADHS behandelt zu werden, fiel mir als erstes auf, dass er deutlich weniger nervte. Das war gut. Damals wusste ich nicht, dass ADS vererbt wird. Mein Bruder und ich kommen sehr nach unserem Vater. Er sagt immer, meine Mutter sollte mal einen Test machen, ob wir von ihr sind. Wenn mein Bruder es also hat, mein Vater es haben kann, aber gelernt hat, damit umzugehen, und ich irgendwo dazwischen stehe, dann kann ich es auch haben. Der Zeitpunkt, als ich daran dachte - als mich diese Erkenntnis traf wie ein Schlag vor den Kopf - war denkbar ungünstig. Es war eine vierstündige Deutschklausur. Wir sollten eine Geschichte von Kafka interpretieren, und nach einer Stunde hatte ich keine Lust mehr und begann, meinen Gedanken nachzuhangen. Ich dachte über ADS nach und darüber, dass ich keine Lust habe, das hier zu tun, dass ich mich bereits ausgiebig genug mit der Geschichte beschaftigt habe. Dass ich viel dazu sagen kann, aber keine Lust habe, es auszuformulieren. Dass ich doch viel, viel, viel schneller tippen kann als ich mit der Hand jemals schreiben könnte und dass es Zeitverschwendung ware, hier zu sitzen. Dass hinter mir jemand nieste, Druckstellen vom Stift, der Stuhl drückt, mein Fuß juckt, draußen. Und dann dammerte es mir - da sind diese Leistungskurs-Klausuren, die unter Abiturbedingungen geschrieben werden. Das wird eine Klausur sein, die sechs Schulstunden lang sein wird. Diese Erkenntnis hat mich sehr niedergedrückt. Denn ich weiß, dass ich sehr gut in Biologie bin. Dass ich die Aufgaben zu fast hundert Prozent lösen kann. Aber ich weiß auch, dass ich mich nicht so lange konzentrieren kann, und dass ich deshalb damit aufhören werde, damit aufhören muss. Und dann, dachte ich, werde ich da sitzen. Werde vielleicht halbherzig daran herumschreiben, irgendwann bin ich fertig, und die anderen arbeiten noch. Sie werden aufs Klo müssen, und ich kann nicht gehen. Niemand darf mehr den Raum verlassen, wenn ich gehe. Dann muss ich da sitzen, auf diesem Stuhl, muss still sitzen, in einem Raum voller Leute, die Ruhe brauchen und sich konzentrieren müssen. Ich kann lesen, aber ich darf dabei nicht gehen, darf keine Musik hören, nichts. Ich dachte, dann drehe ich durch, dann tue ich irgendetwas, was mir sehr Leid tun wird, und sei es nur, weil die Anderen dann vier Stunden lang nicht aufs Klo können. Beim Schreiben kann ich immer noch die Verzweiflung fühlen, die mich beim Gedanken an diese Situation überfallen hat. Das war ein Problem, das ich auf keine meiner gewöhnlichen Arten lösen konnte. Weder konnte ich es aussitzen - die Situation würde kommen. Noch konnte ich es vermeiden - ich musste die Klausur schreiben, da führte kein Weg dran vorbei. Noch konnte ich nebenher Dinge tun, denn fast egal was, es ware ein Betrugsversuch, und ich würde null Punkte bekommen. Was könnte mir helfen? Ich habe ADS. Ritalin. Völlig panisch telefonierte ich herum. Rief hundert psychiatrisch vorgebildete Mediziner an, bis mir einer einen Termin gab, der vor den Klausuren lag. Zwar nur zwei Tage vorher, aber mir fiel ein Stein vom Herzen. Als ich dem Arzt all das erzahlte, was mich bewegte, was ich empfunden hatte, und als ich beim Gedanken an mich in dieser Klausur schließlich vor Verzweiflung anfing zu heulen, verschrieb er mir eine Packung Equasym und sagte, ich solle sie ausprobieren, und wenn sie mir helfen würden, solle ich sie wahrend der Klausur benutzen. Den Verlauf der Behandlung mit dem Zeug kennt ihr. Der steht hier schon. Tag 1: Zombie, aber sehr interessiert an der Welt um mich herum. Tag 2: Interesse an Details und an der Wirkung auf mich selbst. Tag 3: Zweifel - was tut dieses Zeug mit mir? Tag 4 - Redefinierung des Medikaments und Akzeptanz als Teil meines Lebens. Am Tag der Klausur kam ich sehr gut hoch morgens. Ich war sehr gespannt darauf, wie es sein würde, die Klausur unter dem Einfluss von Ritalin zu schreiben. Aber als ich dann da saß, das Essay von diesem Menschen vor mir liegen hatte und dazu Dinge schreiben sollte, war all das nicht mehr wichtig. Ich konnte arbeiten, und ich tat es. Strukturiert, geduldig und methodisch statt kreativ, oberflachlich und innovativ. Ja, ich weiß, dass ich auch ohne Ritalin mein Abitur schaffen würde. Aber ich würde in den langen Klausuren leiden - eine unnötige Situation. Und der Schnitt ware schlechter. Ich will einen guten Schnitt, damit der nachste Lebensabschnitt für mich leichter wird, damit ich studieren kann, was, wo und wann ich will. Ich will nicht 110% aus mir herausholen. Ich möchte nur mehr als die 10%mit denen ich zur Zeit arbeiten kann, einsetzen können. Für meine Traume und meine Zukunft. Beeinflusst mich das Medikament in meiner Persönlichkeit? Bin ich nicht jemand anders, wenn ich es nehme? Das ist eine Frage, die mir haufig gestellt wird. Und die Antwort ist "nein". Wenn eine Lampe Licht ausstrahlt und man halt ein Brennglas dazwischen, dann ist das Licht, das am Ende ankommt, dasselbe. Es ist nur fokussierter und starker. Wenn ich die Lampe bin und Ritalin der Fokus, dann habe nicht ich mich verandert, sondern ich habe eine Möglichkeit gefunden, meinen Geist in einer Art zu steuern, die mir in diesem Moment etwas nützt. Ich kenne meine Verhaltensweisen und weiß vielfach, wie ich das "Problem", dass sie nicht das sind, was diese Gesellschaft verlangt, kompensieren kann. Aber es gibt Engpasse, wie zum Beispiel Schule, wo das nicht funktioniert. Man kann kein Dreieck durch ein rundes Loch stecken, am Ende wird das Dreieck ziemlich kaputt sein (danke für den Vergleich übrigens an dessen Urheber - er ist großartig!) und immer noch kein Kreis, aber auch kein Dreieck mehr. Aber wenn ich Ritalin nehme, dann bin ich in diesen Engpassen rund genug, um hindurchzukommen. Gesinnung: Rechtschaffen Dreieckig |
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