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Monday, June 29. 2009Handy-Ladekabel
Habe mir ein Handyladekabel ohne Wackelkontakt gekauft. Wenn ich es in mein Handy stecke, fällt Strom in den Akku. Großartige Sache, und das ohne ne Stunde dran rumzurütteln...
Ja, ich lebe noch. Thursday, November 15. 2007
Thierse ist mein Held! Posted by vivec
in Heldentaten, Reading the news at
11:24
Comments (3) Trackbacks (0) Thierse ist mein Held!Wednesday, October 10. 2007zu nachtschlafender Zeit
Habe heute meine Mama zum Flughafen gefahren. Um halb 6 waren wir da. Bwaaaa...
(Disclaimer: Ja, dieser Blog-Eintrag unterbietet sogar Cat-Content in Bezug auf den Inhalt. Aber ich habe mir fest vorgenommen, wieder mehr zu bloggen.) Gesinnung: Rechtschaffen Müde Friday, July 6. 2007Einkäufe in die Wohnung tragen
Ein Sixpack Guarana-Wellness-Wasser, eine Katze.
Ein Paket Klopapier, eine Katze. Eine Katze, eine Katze. Einen Rucksack, eine Katze. Einen Helm, eine Katze. Zwei Katzen. Gesinnung: Rechtschaffen Gut Versorgt Tuesday, June 26. 2007Abwaschen für Fortgeschrittene
Wenn ich aufgegessen habe, dann rückt mein Teller ins Interesse meiner beiden Schnuffeldinger. Aber wir alle dürfen nicht auf Tische, deshalb stelle ich den leeren Teller meistens neben den Schreibtisch aufs Bett - und nur wenige Minuten später ist dieser blitzblank und saubergeleckt, sämtliche Krümel sind entfernt und eigentlich brauche ich nur noch mal drüberzuspülen, eintrocknen kann jedenfalls nichts mehr.
Eigentlich gar nicht dumm... Gesinnung: Rechtschaffen Faul Thursday, June 21. 2007
Bike-Content (1) Posted by vivec
in die Welt ist gut, die Welt ist schlecht, Heldentaten at
23:30
Comments (2) Trackbacks (0) Bike-Content (1)
Heute bin ich mit dem Motorrad zur Firma gefahren. Dort habe ich einen ganz hervorragenden Platz gefunden, um es abzustellen: Direkt über die Fleet gehen nämlich einige Fußgängerbrücken. Direkt unter einer stehen haufenweise motorisierte Zweiräder. Also dachte ich mir, cool, da ist eine Menge Platz - da kannst du es abstellen.
Zwei Sekunden später merkte ich, warum dort niemand stand. Einer der Pflastersteine war locker, ich rutschte weg und das Motorrad knallte gegen eine Säule. Als ich es wieder stabilisiert hatte, hielt ich einen Spiegel in der Hand und der Blinker fiel auseinander. Hmm, dachte ich. Das Gute an Motorrädern ist: Sie sind echt schwer kaputtzukriegen. Wenn man nicht gerade irgendwelche Schläuche perforiert, kann man mit genug Tape und Spucke alles andere flicken. Der Spiegel war zwar im Gewinde abgebrochen, hätte sich aber sicher irgendwie reparieren lassen. Nur, dass mir die Spiegel eigentlich noch nie gefallen hatten - sie waren rund, riesengroß, auf der Rückseite verchromt und standen wie Maikäferfühler in alle Richtungen ab. Selbiges galt für die Blinker, nur, dass die eben nicht rund waren, sonder viereckig und klumpig und riesig und unästhetisch. Also führte mich mein nächster Weg zu Tante Louise (Louis). Etwa eine halbe Stunde später kam ich, zwei hübsche Spiegel, zwei hübsche Blinker und ein Gepäcknetz in der Hand, mit einem etwas verplant wirkenden Angestellten im Schlepptau, wieder aus dem Laden raus. Durch die schwarzen Spiegel und die unauffälligeren Blinker sieht meine Süße jetzt noch mal ein Ende fieser und gemeiner aus. Mein wundervoller, technisch begabter bester Freund hat mir bei der Montage geholfen, sodass ich mich dabei nicht einmal selbst umgebracht habe - es ist wunderschön geworden. Die Chromteile waren zu auffällig, zu protzig, es wirkte irgendwie etwas angeklatscht, fand ich. Fotos gibt es übrigens, sobald ichd as nächste Mal jemanden mit einer Digicam in die Finger kriege. Mit mir. Mit Helm. Ich hatte heute auch meinen ersten Sozius. Mit Hilfe des glorreichen Gepäcknetzes habe ich ein ganzes Sixpack Guarana-Perversion (Guarana-Wellness-Wasser von Aldi) nach Hause transportiert gekriegt. War auch gar nicht schwierig. Normalerweise schleppt man sich an diesen Flaschen ja immer den Wolf... Gesinnung: Rechtschaffen Gut Wednesday, June 20. 2007Klimawandel
Wie wir alle wissen, ist der Klimawandel direkt antiproportional zur Zahl der Piraten. Natürlich gibt es heute viel mehr Piraten als früher, aber das sind schmutzige Männer in kleinen Motorbooten, sie haben weder Dreispitze noch Holzbeine noch Papageien und "arrr" und "aye" sagen sie auch nicht. Also sind es keine Piraten. Also gibt es heute weniger Piraten als früher, und deshalb erwärmt sich die Erde.
Ich habe einen Dreispitz, den ich auch öfter mal trage. Hier die Aufforderung: Tut etwas für unsere Erde, Landratten! Werdet Piraten! Gesinnung: Chaotisch Piratisch Monday, June 11. 2007
Abi die Erste Posted by vivec
in die Welt ist gut, Heldentaten, Heute lernen wir at
12:38
Comments (6) Trackbacks (0) Abi die Erste
Gerade eben hatte ich meine erste mündliche Prüfung. Naja, eigentlich ist es schon eine Stunde her, ich bin noch mal durch die Stadt gelatscht, aber jedenfalls habe ich meine Geschichts-P4-Prüfung jetzt hinter mir.
Thema war die französische Revolution und die Juden im Mittelalter. Ich kam in den Raum rein und das halbe Kollegium guckte zu, das fand ich etwas verwirrend, aber generell bin ich sehr zufrieden. Die Juden hatten im Mittelalter eine religiös motivierte Außenseiterrolle. Dadurch, dass sie sich christlichen Riten verschlossen, hatten sie keinen Zugang zu vielen Berufen wie zum Beispiel den Zünften. Stattdessen schlugen sie sich als Vieh- oder Gebrauchtwarenhändler, Geldverleiher oder Fernhandelskaufleute durch, was ihnen durch die gut ausgebaute jiddische Infrastruktur erleichtert wurde, wo sie jederzeit überall Gastrecht einfordern (und gewähren) konnten. Der Beruf des Fernhandelskaufmanns wurde ihnen jedoch später verschlossen, als dieser zunehmend christianisiert wurde. Auch gab es unter ihnen viele Gelehrte und Mediziner, die aus dem Orient nach Europa gekommen waren. Da der Beruf des Geldverleihers als unchristlich galt, war er geradezu auf diese Minderheit zugeschnitten. Sie verdiente damit viel Geld, was sie beim Volk nicht gerade beliebter machte. Es kam häufig zu materiell motivierten, aber religiös verbrämten Pogromen gegen "Christusmörder" und "Hexer". Zur Kennzeichnung mussten sie in vielen Städten den spitzen Judenhut tragen, der heutzutage noch als das Kennzeichen böser Hexer gilt. Die Fürsten und Könige, die vom Reichtum der Juden in Form von Steuern profitierten, versuchten, sie gegen Übergriffe zu schützen. Ich hatte eine Quelle von König Wentzel (13something) vorliegen, in dem er Freizügigkeit, Gleichberechtigung, sofortige Auszahlung der vorher in einem Pogrom vernichteten Schuldscheine und Geld von allen über-13-jährigen Juden forderte. Es lag im Interesse der Grundherren und des Königs, die Minderheit vor Übergriffen zu schützen, da sie durch sie Steuern einnahmen. Mit Ausbruch der Pest wurde dieser Schutz jedoch wirkungslos, die Schuld dafür wurde den Juden in die Schuhe geschoben, die bezichtigt wurden, die Brunnen vergiftet zu haben, obwohl sie wie alle anderen an der Seuche starben. Die französische Revolution begründete sich in den krassen Wohlstanddisparitäten im Frankreich des 18. Jahrhunderts. 30% des Bodens verteilten sich auf den Ersten und Zweiten Stand, die 1,7% der Bevölkerung stellten. Der König, Ludwig der 16., war jung und unerfahren, die Staatsverschuldung horrend. Durch Steuern versuchte der König, die Staatskassen zu füllen, da der erste Stand jedoch davon ausgenommen war und der zweite Stand nur den Zwanzigsten (Einkommenssteuer) zu zahlen hatte, lag die Finanzlast auf dem Dritten Stand, den weltlichen Arbeitern, Bauern und Bürgern, die sowieso nichts hatten. Der König berief dann '89 die Ständeversammlung ein, um eine neue Steuergesetzgebung zu entwickeln. Dies gilt als der Beginn der Revolution, da ein absolutistischer Herrscher das Volk zu einer Gesetzgebung befragte. Jeder Stand hatte eine Stimme, sodass Adel und Klerus den Dritten Stand leicht überstimmen konnten. Dieser forderte und bekam eine Verdopplung der Abgeordnetenzahl, nicht jedoch mehr Stimmen. Daraufhin beschlossen die Stände, gemeinsam zu tagen. Der König, dem das nicht passte, ließ den Sitzungssaal unter dem Vorwand der Renovierungsarbeiten schließen, woraufhin der Ständerat in ein nahegelegenes Ballhaus weiterzog, wo er sich zur souveränen Nationalversammlung erklärte und schwor, niemals auseinanderzugehen und gemeinsam Politik zu machen. Einige Tage später erklärten sie sich gnädig bereit, die Souveränität mit dem König zu teilen, der daraufhin einen Eid auf die Verfassung (Konstituante) leistete und sich die blau-weiß-rote Kokarde, das Zeichen der Revolution, an den Hut heftete. Dieser Zustand nennt sich konstitutionelle Monarchie. Danach war meine Prüfung glücklicherweise zu Ende, aber es geht noch weiter mit den Franzosen: Der König paktiert heimlich mit dem Ausland, um gewaltsam den Absolutismus wiederherzustellen. Er versucht, das Land gemeinsam mit seiner Familie zu verlssen, da sie sich jedoch nicht verkleidet hatten, zerrte man den prachtvoll gekleideten Monarchen kurz vor der österreichischen Grenze vom Kutschbock. Daheim in Versailles bereitete man ihm einen eisigen Empfang. Frankreich erklärt aus irgendeinem Grund dem "deutschen Könige" den Krieg, woraufhin Preußen zutiefst beleidigt ist und Teile Frankreichs besetzt. Die Stimmung im Land kippt, es besteht große Furcht vor einer Gegenrevolution oder feindlichen Übergriffen. Die Girondisten, die konservative Partei, bekommt die Schuld an der politischen und finanziellen Misere zugeschrieben und wird von einem Volksmarsch unter der Führung der Sansculotten, einer radikaldemokratischen Volksfraktion, aus dem Parlament befreit. Die freigewordenen Posten werden von den Jakobinern besetzt, radikalen Intellektuellen, die die Revolution weiter vorantreiben und den König loswerden wollen. Die Sansculotten fordern den "Terreur", um alle Feinde der Revolution zu entsorgen. Allein in Paris sterben über 1000 Menschen durch die Guillotine. Es bildet sich ein "Wohlfahrtsausschuss", der die neue Exekutive darstellt, und ein "Revolutionstribunal", das Feinde der Revolution (also jeden, der denunziert wurde) ohne großes Federlesens unter die Guillotine legen ließ. Darunter fiel auch der König, der im Januar 1791 abgesägt wurde. Danach gibt es eine Gegenrevolution gegen die Gegenrevolution, die in politischer Untätigkeit endet, bis irgendwann Napoleon die Macht übernimmt und sich zum Kaiser krönen lässt. Das wars dann über meine Prüfungsthemen. Ich habe alle Zettel mit Notizen einem Zwölftklässler geschenkt, der in der Cafeteria herumlungerte, und warte jetzt auf meine Englischprüfung um 1600. Mit dem verlauf bin ich sehr zufrieden... Gesinnung: Rechtschaffen Historisch Tuesday, May 29. 2007theoretische Prüfung
Heute habe ich die theoretische Führerscheinprüfung bestanden. Zwar mit 5 Fehlerpunkten, aber bestanden ist bestanden... Das war auch Krampf genug!
Ich hatte geplant, gegen 0642 in Hamburg-Mitte im Straßenverkehrsamt zu sein. Dazu wollte ich um 0605 mit der 3 bis Johannes-Brahms-Straße fahren und dann in den 112er umsteigen, der da direkt vor der Tür hielt - leider ist die Bushaltestelle für den 112er gut versteckt, die Sicht war außerdem durch sintflutartige Regenfälle etwas suboptimal, sodass ich also pudelnass 18,75 Minuten an der Bushaltestelle hocken und auf den 112er warten durfte. Die Prüfung um 0700 (gottlose Uhrzeit btw) war damit auch gestorben. Später erfuhr ich, dass ich sowieso zu spät gewesen wäre, um noch einen Platz in dieser zu bekommen, es sei etwas voll gewesen. Im Verkehrsamt angekommen schickte mich eine unhöfliche Beamtin erst mal nach "Block B, quer über'n Hooof". Ich latschte also hin, und da stand die Schlange schon bis raus in den Regen, was mich etwas wunderte, denn mein Fahrlehrer hatte mir vorher erzählt, man müsse Nummern ziehen, und dann würde aufgerufen, und man solle ruhig mal 1-2 Stunden Zeit mitbringen. Schnell stellte sich heraus, dass die Schlange nur für die Anmeldung war. Man durfte nämlich gar keine Nummern ziehen, sondern die wurden zugeteilt. Ich hatte eine ganz tolle Nummer: 23 (einseinself). Nach nur etwa einer Dreiviertelstunde Warterei öffnete sich die Tür im mit viel zu wenigen Stühlen ausgestatteten Wartezimmer, und ein älterer Mann betrat den Raum. "Die Mitglieder von Gruppe 1 bitte ma' hier vorne aufstelln!", blaffte er im Kommandoton. Dann wurden die Mitglieder von Gruppe 1, darunter auch meine nichtswürdige Wenigkeit, eine Weile angeschnauzt und darüber belehrt, was man alles dürfe oder nicht dürfe. Im Wesentlichen wars derselbe Text, den man auch vor jeder Abiturklausur hört, mit leichten Abwandlungen ("Normalerweise sach ich das garnicht! Aber ich sach das jetzt doch, einma'! Wenn hier einer betrügt, dann hat das je nach Schwere des Verbrech'ns ne Sperre von vier Wochen bis zu sechs Monaten zur Folge! Ha'm das alle verstanden?") und in einem bundeswehrartigen Kommandoton, der an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten war. Glücklicherweise schaffte ich es, mein hysterisches Kichern mit "Prüfungsstress" zu entschuldigen, sonst hätte mich der Mann sicher gefressen. Es hatten sich sehr schnell Bedarfsgemeinschaften zwischen den Prüflingen gebildet. Die meisten waren erwachsen und zwischen 20 und 40, nach oben und unten gab es einige Ausreißer. Wir marschierten in den Raum, in dem geschrieben werden sollte ("Kulis gibts von uns! Keiner packt sein' Kuli aus! Und die MP3Player kommen in'n Rucksack, und das Handy schalten Sie aus, verstehen Sie, nicht auf Lautlos oder so, nein, aus!"). Ich hatte zwei ganz tolle Bögen, einen mit normalen Fragen und einen mit Motorradfragen. Da habe ich auch alles richtig gemacht, nur bei den normalen Fragen hatte ich eine meiner bereits bekannten Vorfahrtsfragen falsch. Wenn nämlich an einer T-Kreuzung rechts einer steht, der abbiegen will, und von dem rechts ein Motorrad steht, und keine Verkehrszeichen etwas anderes als Rechts vor Links behaupten, dann ist es nämlich keineswegs so, dass zuerst die beiden anderen fahren dürfen, nein! Zwar müsste man dem von rechts kommenden Auto Vorfahrt gewähren, das wiederum dem von ihm aus gesehen von rechts kommenden Motorrad Vorfahrt gewähren müsste, aber das Motorrad will ja abbiegen, weshalb ich wieder Vorfahrt vor dem Motorrad habe, weil ich ja geradeaus will. Dass das überhaupt nichts nützt, weil ich immer noch das Auto durchlassen muss, das das Motorrad durchlassen muss, und ich de facto als Letzter fahren darf (oder das eine von den Pattsituationen ist, in denen schon Leute verhungert sein sollen), interessierte die Prüfer herzlich wenig, und die Antwort "Ich muss das Motorrad durchfahren lassen" war leider falsch. Tja... die Welt ist schlecht... Und für genau solche Fragen hasse ich die theoretische Führerscheinprüfung. Ich war nach 3 Minuten fertig, gab ab und setzte mich nach draußen, direkt vor die Tür. Nach und nach tröpfelten andere Prüflinge ein, darunter auch meine frisch gegründete Notfallparty mit angeschlossenem Öffies-Shuttle. Alle wollten Motorrad fahren, eine Frau eine 1200er Kawa, ein Mann eine 125er Vespa (er schämte sich etwas) und ich mit meiner lieben Honda CB500, und diskutierten die Prüfungsergebnisse. Dann wurde die Tür aufgerissen, und der Oberfeldwebel machte "Psssscccchhhht!" Man konnte das "einseinself" quasi hören. Die Unterhaltung setzte sich ab diesem Zeitpunkt im Flüsterton fort, nur unterbrochen von "Pssscccchhhht" und anschließendem Gekicher, wenn jemand nieste. Zehn Minuten nach Anfang der Prüfung war ungefähr ein Drittel draußen. Fünfzehn Minuten nach Anfang der Prüfung war ein Großteil der Leute im Flur. "Pssschhhht!" Bis zu fünfundzwanzig Minuten nach Anfang der Prüfung bewegte sich gar nichts, dann kam eine erledigt aussehende Frau durch die Tür getaumelt und berichtete auf energisches Nachfragen, dass da noch 3 Leute drinnensitzen würden. Die nächsten zehn (gefühlte 80) Minuten verbrachten wir mit Spekulationen, was sie so lange da drin tun würden, denn - wie die einhellige Meinung auf dem Gang besagte - entweder wüsste man eine Antwort, oder man wüsste sie nicht, und dann würde man raten, aber auch das dauere keine halbe Stunde. Irgendwann wurde alles rausgekehrt und dann durften wir eine Viertelstunde auf die Ergebnisse warten. Es ist nämlich nicht so, dass die beiden die Prüfung beaufsichtigenden Beamten sich möglicherweise abwechseln, sodass einer kontrolliert und der andere die bereits abgegebenen Bögen checkt, nein! In Wirklichkeit müssen beide immer wachsam sein, um Nach einem undurchsichtigen Verfahren wurden dann alle aufgerufen, die beiden Beamten hatten sich aufgeteilt; einer saß im Prüfungszimmer und einer lauerte in einem kleinen Raum bei den WCs in einem dunklen Flur. Die einzelnen Probanden wurden mit "füüüüür $Nachname" aufgerufen. Wir fragten uns eine Zeit lang, warum das so sein mochte, bis schließlich ein genialer Mensch auf die Lösung kam. Natürlich war es die Füüüürerscheinprüfung... ich war die letzte aus meiner Bedarfsgemeinschaft, die reingerufen wurde. "Da ha'm Se ja noch mal Glück gehabt", kommentierte Oberfeldwebel und zeigte mir mit vorwurfsvollem Gesicht meinen Prüfungsbogen. "5 dürfen Sie, 5 haben Sie! Also, was war jetzt falsch?" Wie oben bereits erwähnt gibt es meiner Meinung nach auf diese Frage keine zufriedenstellende Antwort, sodass ich mir mit leerem Gesicht und kleine Speichelbläschen produzierend seinen Vortrag über die Feinheiten des Rechts-Vor-Links anhörte. Dann durfte ich gehen. Die Frau mit der Kawa in spe fuhr dann mich und das Genie mit der Vespa zum Bahnhof Berliner Tor, von wo aus wir dann die Reise Richtung Hauptbahnhof antraten, innerlich Kreuze schlagend, dass uns dieses schreckliche Schicksal (die Prüfung meine ich) kein zweites Mal wiederfahren würde. Aber damit war die Odyssee noch nicht zu Ende. Am Hauptbahnhof angekommen freute ich mich, zu sehen, dass es 0855 war. Denn um 0907 fährt dort ein Zug, unter dessen Zuhilfenahme man marginal verspätet (also pünktlich genug) zur dritten Stunde in Ahrensburg in der Schule sitzen kann. Leider fiel dieser Zug aus, und auf den Schienenersatzverkehr (ein Niederflurbus mit zu wenig Plätzen) hatte ich, nachdem ich ihn gefunden hatte, dann doch keine Lust, vor allem, als die Fahrerin erwähnte, die Innenstadt sei "dicht wie hulle", und sie hätte keine Idee, wann wir denn irgendwo ankämen. Also verzichtete ich schweren Herzens (und zwar wirklich schweren Herzens, denn die Zensuren sind eingetragen und alles, was jetzt noch erfolgt, ist freiwilliges Bespaßungsprogramm) auf die Geschichtsstunde und entschloss mich, den Zug um 0937 zu nehmen, der tatsächlich fuhr, allerdings auf der Route des Zuges um 0907, also mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen und nicht bis Bad Oldesloe, sondern ab Ahrensburg wäre wieder Schienenersatzverkehr (wahrscheinlich der Bus, der um 0907 anstelle des ausgefallenen Zuges losgefahren war, wundern würd es mich nicht). In ebenjenem Zug sitze ich jetzt, hacke sinnlose Blogeinträge in die Tasten und freue mich auf Kommentare, die das Leid der Theorieprüfung mindern... wie war das bei euch, liebe Kinder? Gesinnung: Rechtschaffen Praktisch Monday, May 28. 2007
Keller-Abiparty Posted by vivec
in Heldentaten, Heute lernen wir at
14:25
Comment (1) Trackbacks (0) Keller-Abiparty
Tja... gestern war es endlich so weit. Ich habe auf einer unserer Abipartys (der letzten) im sogenannten "Keller" ausgeschenkt, das ist eine von 2 Discos in Ahrensburg.
Die Musik war, wie zu erwarten, absolut grauenhaft, die Stimmung war dafür klasse und die Leute haben gefeiert und gesoffen bis zum Erbrechen. Ich habe ganz allein einen 60-Liter-Kanister Bier leergezapft... eigentlich sollte ich nur bis 0400 Schicht haben, aber ich habe dann doch bis 5 gemacht, weil die Party auch so lange ging. Vor dem Aufräumen durfte ich mich dann dafür drücken, aber jetzt muss ich immerhin keine horrenden Strafgebühren mehr auf meine Ballkarte zahlen. Ich glaube, das war ein Erlebnis, das es wert war, gemacht worden zu sein, und das ich nicht wiederholen möchte. Als ich heute Morgen erfolgreich zu Hause war, war ich völlig durchgeschwitzt (genauer gesagt war in dem Laden etwa die Temperatur meiner Lieblingssauna, weil die eine hundsmiserable Klimaanlage haben...) und stank nach Zigarettenrauch und verschüttetem Alkohol. Meine Versuche, dann morgens um 7 noch ein wenig Schlaf zu kriegen, wurden erfolgreich von den beiden Jungs sabotiert, die der Meinung waren, sie müssten jetzt in meinem Bett die Schlacht von Helms Klamm nachstellen. Sie sind dann - zum ersten Mal, seit sie hier wohnen - tatsächlich rausgeflogen. Selber Schuld. Ich hatte sie gewarnt! Tja, das ist es, was ich gestern getrieben habe... der Rest meines Lebens ist doch eher ereignislos... das erklärt auch die Stille, oder? Gesinnung: Chaotisch Müde Tuesday, May 15. 2007
Ultima Ratio, letzte Klausur Posted by vivec
in Heldentaten, Heute lernen wir at
15:28
Comments (7) Trackbacks (0) Ultima Ratio, letzte Klausur
Heute habe ich die letzte Klausur in meiner Schülerlaufbahn geschrieben (außer, ich falle durch irgendeinen unglücklichen Zufall durchs Abitur und darf den ganzen Mist noch mal machen). Es handelte sich um Englisch - wir hatten einen Text über das Alltagsleben eines überdurchschnittlich begabten jungen Mannes einer ethnischen Minderheit mit Migrationshintergrund in einem der weniger guten Viertel von welcher Stadt auch immer, aus dem wir die Probleme von "Inner Cities" ableiten sollten. Da wir das vorher jahrelang im Unterricht durchgekaut hatten, was es kein großes Problem, war nur viel Geschreibe...
... ich bin zweistündige Klausuren nicht mehr gewöhnt. Irgendwie war ich in Zeitnot. Hat aber alles ganz gut geklappt. Jetzt kommt - dank Brückentag - ein langes Wochenende, währenddessen ich mich erst mal erholen werde!einseinself!!11 Gesinnung: Chaotisch Fertig Monday, May 14. 2007TFT-Flatscreens
Seit ich hier arbeite, ist drei Mal Gehalt gekommen. Im Februar war das, da hab ich hier angefangen. Und kurz, nachdem ich hier angefangen habe zu arbeiten, hab ich angefangen, Leuten auf den Keks zu gehen, um meine Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Zum Beispiel diese Monitore, die Röhren-Monitore. Oder die Sache mit den Schlüsseln. Es ist nämlich so: Wir testen Handy-Spiele. Handys haben die unangenehme Angewohnheit, Strahlung abzusondern. In Kombination mit einem Röhrenmonitor bedeutet das, dass man live und in Echtzeit die Auswirkungen eines Meteoriteneinschlags auf das Mittelmeer testen kann, wenn man das Handy davorhält. Sieht dann so ähnlich aus wie die Trickeffekte in den aktuellen Marvel-Filmen... Jedenfalls habe ich irgendwann mal gefragt, warum wir eigentlich keine TFTs haben. Und die Antwort war "weil ich keine beantragt habe". Da ich so faule Ausreden nicht gelten lasse, habe ich dann so lange genölt, bis der Chef welche bestellt hat ("möchtest du das mal machen?" "Okay..." tipptipptipp "Fertig!"), und anschließend ungefähr im Schnitt ein Mal die Woche die IT getreten, wo die Dinger denn bleiben. "Ja, sind bestellt", hieß es dann immer. Und wir haben angefangen, Witze zu machen. Dass die Hölle zufriert, bevor wir TFTs kriegen. Und heute sind wir umgezogen, in ein neues, größeres Büro, weil wir auch mittlerweile viel mehr Studenten sind, und weil weder mein Computer noch mein Telefon so richtig funktionierten, habe ich dann bei den IT-Schergen auf der Matte gestanden. Normalerweise hätte ich ja einen digitaleren Kommunikationsweg bevorzugt, E-Mail oder anrufen oder so, aber weil das nicht ging, bin ich halt gelaufen. Tja, und dann fragte ich "wo ich da hinten gerade diese TFTs sehe, was ist eigentlich mit unserem Antrag?" Und der IT-Scherge guckte mich verwirrt an und sagte "ja, das sind eure, kannst du mitnehmen." Stellt euch das so ähnlich vor wie die Eröffnung des neuen Toys'R'Us mit Gratis-Sonderangeboten. Wir sind zu dritt unter lautem Jubelgeschrei nach drüben gerast und haben die neuen, tollen, 19-Zoll-TFTs hierhergeschleppt und aufgebaut. Es ist fast so, als hätte man eine neue Brille - plötzlich ist alles so... nah... Meine Technik der "höflichen Aufdringlichkeit" hatte Erfolg. Einmal, in meiner alten Firma, wünschte ich mir so sehr eine Gehaltserhöhung, dass ich dafür sorgte, dass der zuständige Financier immer neuen Kaffee hatte. Jedes Mal, wenn sein Latté-Glas leer war, fing ich neuen und machte es wieder voll. Zwei Stunden und einen Koffeinflash später hatte ich meine Gehaltserhöhung... Gesinnung: Chaotisch Heldenhaft Monday, May 7. 2007
Fahren ohne Führerschein Posted by vivec
in die Welt ist gut, Heldentaten at
12:12
Comments (7) Trackbacks (0) Fahren ohne Führerschein
Gestern war ich in Bad Oldesloe, zum Fahren ohne Führerschein. Das ist eine Promo-Aktion von Honda, wo man auf neuen Honda-Motorrädern ohne Führerschein eine halbe Stunde auf einem Parkplatz durch die Gegend fahren darf. Als Motorräder waren die CBF500 und 600 sowie die 125er-CBR anwesend.
Ich bin zuerst mit der 500er CBF gefahren, dann noch mal mit der 600er. Den Unterschied zwischen Zweizylinder und Vierzylinder spürt man deutlich: Der Zweier puckert viel mehr, der Vierer schnurrt wie ein Kätzchen und fängt erst an zu ruckeln, wenn man im dritten Gang Schrittempo fährt. Die Aktion selbst war hervorragend - viele haben danach beschlossen, sofort den Führerschein zu machen, wenn ich noch irgendwelche Zweifel gehabt hätte, hätte die Fahrt auf der CBF sie ausgeräumt. Die CB(F) und ich passen perfekt zueinander. Das Motorrad hat genau die richtige Größe für mich. Wenn ich draufsitze, dann sitze ich drauf, die Form stimmt, sie ist wie maßgeschneidert. Auf der CBF konnte ich, anders als auf der Kawa ER5 meines Fahrlehrers, sämtliche Grundfahraufgaben quasi mit einer Hand und im Rückwärtsgang erledigen. Das Motorrad liegt auf der Straße, als wäre es festgeschweißt, ist perfekt ausbalanciert und reagiert sofort. Als ich danach noch mal eine Runde auf der 125er gedreht habe, habe ich aber auch verstanden, wo mein Problem mit der Fahrschulmaschine liegt. Die 125er war 10 Zentimeter kleiner und ungefähr halb so breit, weshalb ich da zusammengekrümmt draufsaß und keinen richtigen Körperkontakt zum Motorrad hatte, geschweigedenn die Beine am Tank. Deshalb flatterte und schlackerte das Motorrad unter mir, sodass ich natürlich bei den Schrittempo-Hütchen regelmäßig aus dem Parcours geflogen bin, weil die Kontrolle einfach nicht da war. Die Kawa ist ein kleines bisschen zu schmal und zu geduckt für mich, ich sitze da nicht richtig drauf, habe nicht genug Kontakt zum Motorrad. Aber jetzt, wo ich es weiß, sollte ich eigentlich damit klarkommen. Ich für mein Teil mag die Hondas lieber. Gesinnung: Chaotisch Bikend Friday, May 4. 2007Gespräche auf dem Klo
Mädchen 1: Hast du für Geschichte gelernt:
Mädchen 2: Ja! Mädchen 1: Was hast du gemacht? Mädchen 2: Nur die Texte gelesen, und so. Mädchen 1: Weißt du, wann der Buchdruck erfunden wurde?? Mädchen 2 (verzweifelt): Nein! vivec: 1545 von Johannes Gutenberg. Mädchen 1&2: ... ... ... danke! Gesinnung: Chaotisch Nerdig Friday, May 4. 2007Rechner formatiert
Vorgestern ist mir wieder mal mein Notebook um die Ohren geflogen. Obwohl ich sehr lieb zu dem Kleinen gewesen bin und nie damit geworfen habe, obwohl es immer bei mir war, fuhr es plötzlich nicht mehr hoch. Stattdessen wollte Scandisc sämtliche Dateien neu indexieren. Bei 30000 hatte ich keine Lust mehr, habe stattdessen einfach plattgemacht...
... jedenfalls rennt es jetzt wieder flüssig, ist schön schlank und fährt auch wieder in 10 Sekunden runter (der letzte Windows-Aufsatz hat dazu irgendwie ne Minute gebraucht...) Gesinnung: Chaotisch Formatiert |
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